Tag 38

45km
Natürlich hatte ich nachts Durst ohne Ende und hab früh vielleicht 1,5l Wasser übrig. Dafür ist es einfach zu laufen. 
Da hinten ist ein Wasserfall. Die Landschaft wird deutlich steiniger. Etwas wie im Elbsandsteingebirge, nur ohne Menschen. 
Nach gut 20km komme ich an einem See vorbei. Das Wasser sieht nicht besonders lecker aus, daher spreche ich 2 Camper an. Die beiden sind Belgier, sprechen gut Englisch und geben mir einen Liter Wasser. Ein paar km später bekomme ich bei einer Hütte nochmal 2l. Leider fließt hier gar nichts natürliches oder wenn dann so niedrig das man es nicht trinken kann. 
Zum Glück ist es später bewölkt. Nach gut 30km einfachem laufen mit dutzenden Stellen zum zelten wird es eng und schwierig zu gehen. 
Hier fließen im Frühjahr Bäche. 
Überall sind alte Ruinen von verlassenen Gebäuden, echt mysteriös. 
In einem kleinen Dorf namens Bardou (unbedingt googeln hat eine Homepage) fließt auch kein Brunnen, es gibt nicht mal eine Straße, alle Autos müssen davor parken. Also klopfe ich an das erste Haus. Hier werde ich direkt mit guten Tag begrüßt und denke mir nur was zur Hölle. Die Frau erklärt mir das hier nur 3 Leute leben, deutsche und der Rest sind Gäste über den Sommer die hier eine Auszeit suchen. Es gibt kein Trinkwasser, muss alles im Supermarkt gekauft werden,  die Frau gibt mir eine Flasche Wasser mit. Was es nicht so alles gibt... 

Noch einen guten km den Berg rauf finde ich endlich was zum zelten, ich bin todmüde und esse schon halb im Liegen mein Abendessen.
Bis auf das Dorf habe ich heute kaum Menschen gesehen, keinen einzigen Wanderer und kaum Internet Empfang. Wilder hier als in den Pyrenäen. 

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